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Der Mann im Pflug

Die Siebenschläfer

Gedanken erraten

Klein Kerlchen

Der verwünschte Esel

Text und Glosse

Wer ist der Dümmste?

Wie ein Bauer beten

Wie viel ein Vaterunser

Kurze Einführungen zu den Märchen...

Aschenputtel

Einem reichen Manne, dem wurde seine Frau krank, und als sie fühlte, dass ihr Ende heran kam, rief sie ihr einziges Töchterlein zu sich ans Bett und sprach: „Bleib fromm und gut, so wird dir der liebe Gott immer beistehen, und ich will vom Himmel auf dich blicken, und um dich sein." Darauf tat sie die Augen zu und verschied. Das Mädchen ging jeden Tag hinaus zu dem Grabe der Mutter und weinte, und blieb fromm und gut. Der Schnee aber deckte ein weißes Tüchlein auf das Grab, und als die Sonne im Frühjahr es wieder herabgezogen hatte, nahm sich der Mann eine andere Frau.  
Das Märchen "Aschenputtel" lesen ...

 

Das arme Mädchen (Sterntaler)

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen und gar nichts mehr, als die Kleider, die es auf dem Leib trug und ein Stückchen Brot, das es in der Hand hielt und das ihm ein mitleidiges Herz noch geschenkt hatte...

Das Märchen "Das arme Mädchen (Sterntaler)" lesen ...

 

Das tapfere Schneiderlein

An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinem Tisch am Fenster, war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften. Da kam eine Bauersfrau die Straße herab und rief: „Gut Mus feil! Gut Mus feil!"
Das klang dem Schneiderlein lieblich in die Ohren, er steckte sein zartes Haupt zum Fenster hinaus und rief: Das Märchen " Das tapfere Schneiderlein" lesen ...

 

Rotkäppchen (Rotkäppchen und der Wolf)

Es war einmal ein kleines süßes Mädchen, das hatte jedermann lieb, der sie nur ansah, am allerliebsten aber ihre Großmutter, die wusste gar nicht, was sie alles dem Kinde geben sollte. Einmal schenkte sie ihm ein Käppchen von rotem Samt. Weil ihm das so wohl stand und es nichts anders mehr tragen wollte, hieß es nur das Rotkäppchen. Da sagte einmal seine Mutter zu ihm: „Komm, Rotkäppchen, da hast du ein Stück Kuchen und eine Flasche Wein, die bring der Großmutter hinaus, weil sie krank und schwach ist, wird sie sich daran laben; sei aber hübsch artig und grüß sie von mir, geh auch ordentlich und lauf nicht vom Weg ab, sonst fällst du und zerbrichst das Glas, dann hat die kranke Großmutter nichts." Das Märchen "Rotkäppchen" lesen ...

 

 

 

Dornröschen


Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen jeden Tag: „Ach wenn wir doch ein Kind hätten!" und kriegten immer keins. Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade saß, dass ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch, und zu ihr sprach: „Dein Wunsch wird erfüllt, und du wirst eine Tochter zur Welt bringen." Was der Frosch vorausgesagt hatte, das geschah, und die Königin gebar ein so schönes Mädchen, dass der König vor Freuden sich nicht zu lassen wusste, und ein großes Fest anstellte.
Das Märchen "Dornröschen" lesen ...

 

Der Wolf und die sieben jungen Geißlein


Eine Geiß hatte sieben junge Geißlein, die sie recht mütterlich liebte und sorgfältig vor dem Wolf hütete. Eines Tags, als sie ausgehen musste, Futter zu holen, rief sie alle zusammen und sagte: „Liebe Kinder, ich muss ausgehen und Futter holen, wahrt euch vor dem Wolf und lasst ihn nicht herein; gebt auch Acht, denn er verstellt sich oft, aber an seiner rauen Stimme und an seinen schwarzen Pfoten könnt ihr ihn erkennen; ist er erst einmal im Hause, so frisst er euch alle mit Haut und Haar."   Das Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" lesen ...

 

Hänsel und Gretel

Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker, der hatte nichts zu beißen und zu brechen und kaum das tägliche Brot für seine Frau und seine zwei Kinder, Hänsel und Gretel. Endlich kam die Zeit, da konnte er auch das nicht schaffen und wusste keine Hülfe mehr für seine Not. Wie er sich nun abends vor Sorge im Bett herumwälzte, sprach seine Frau zu ihm: „Höre, Mann, morgen früh nimm die beiden Kinder, gib jedem noch ein Stückchen Brot, dann führ sie hinaus in den Wald, mitten hinein, wo er am dicksten ist, da mach ihnen ein Feuer an, dann geh weg und lass sie dort allein, wir können sie nicht länger ernähren."  Das Märchen "Hänsel und Gretel" lesen ...

 

 

 

Frau Holle

Eine Witwe hatte zwei Töchter, davon war die eine schön und fleißig, die andere hässlich und faul. Sie hatte aber die Hässliche und Faule, weil sie ihre rechte Tochter war, viel lieber, und die andere musste alle Arbeit tun und der Aschenputtel im Hause sein. Es musste sich täglich hinaus auf die große Straße bei einem Brunnen setzen und so viel spinnen, dass ihm das Blut aus den Fingern sprang. Nun trug es sich zu, dass die Spule einmal ganz blutig war, da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen, sie sprang ihm aber aus der Hand und fiel hinab.

Das Märchen "Frau Holle" lesen ...

 

Schneewittchen


Es war einmal mitten im Winter und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß eine Königin an einem Fenster, das einen Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und weil das Rote im weißen Schnee so schon aussah, dachte sie bei sich:   
Das Märchen "Schneewittchen" lesen ...

 

Jorinde und Joringel


Es war einmal ein altes Schloss, mitten in einem großen, dicken Wald, darinnen wohnte eine alte Frau ganz allein, das war eine Erzzauberin. Am Tage machte sie sich zur Katze oder zur Nachteule, des Abends aber wurde sie wieder ordentlich wie ein Mensch gestaltet. Sie konnte das Wild und die Vogel herbeilocken, und dann schlachtete sie's, kochte und briet es.

Das Märchen "Jorinde und Joringel" lesen ...

 

 

 

Rumpelstilzchen


Es war einmal ein Müller, der war arm, aber er hatte eine schöne Tochter. Nun traf es sich, dass er mit dem König zu sprechen kam, und zu ihm sagte: „ich habe eine Tochter, die kann Stroh zu Gold spinnen." Dem König, der das Gold lieb hatte, gefiel die Kunst gar wohl, und er befahl, die Müllerstochter sollte alsbald vor ihn gebracht werden. Dann führte er sie in eine Kammer, die ganz voll Stroh war, gab ihr Rad und Haspel, und sprach: „Wenn du diese Nacht durch, bis morgen früh dieses Stroh nicht zu Gold versponnen hast, so musst du sterben."

Das Märchen "Rumkpelstilzchen" lesen ...

 

Die Bremer Stadtmusikanten


Es hatte ein Mann einen Esel, der ihm schon lange Jahre treu gedient, dessen Kräfte aber nun zu Ende gingen, so dass er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da wollt ihn der Herr aus dem Futter schaffen, aber der Esel merkte, dass kein guter Wind wehte, lief fort, und machte sich auf den Weg nach Bremen; dort, dachte er, kannst du ja Stadtmusikant werden. Als er ein Weilchen fort gegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen. „Nun, was jappst du so?", sprach der Esel.

Das Märchen "Die Bremer Stadtmusikanten" lesen ...

 

Der Müller im Himmel

Es war ein pfiffiger Müller, der lehrte die Säcke tanzen. Wenn sie in seine Mühle kamen, pfiff er ihnen ein Liedchen vor, und wollten sie nicht tanzen dazu, so mussten sie zur Strafe Korn lassen. Als er nun gestorben war, ward ihm ein ehrliches Begräbnis zugedacht von zwei Pfarrern aus einmal, denn seine Mühle lag grade auf der Grenze zweier Kirchspiele, und da hätte ihn der eine Pfarrer gern begraben und der andre noch lieber.
Das Märchen "Der Müller im Himmel" lesen ...

 

Allerleirauh


Es war einmal ein König, dessen Frau hatte Haare von lauterem Gold und war so schön, dass sich ihres Gleichen nicht mehr auf Erden fand. Es geschah, dass sie krank lag, und als sie fühlte, dass sie bald sterben würde, rief sie den König, und sprach: „Wenn du nach meinem Tode dich wieder vermählen willst, so nimm keine, die nicht eben so schön ist, als ich bin, und die nicht solche goldene Haare hat, wie ich habe; das musst du mir versprechen."

Das Märchen "Allerleirauh" lesen ...

 

Die Ordnung der Natur

Mann und Frau wohnten in einer schlechten Hütte. Der Mann ging alle Tage zu Feld ackern und die Frau blieb zu Hause und kochte. Da sagte einmal der Mann nach dem Frühstück zu der Frau: „Du hast es doch recht bequem bei dem bisschen Kochen, während ich mich aus dem Feld schinden und placken muss."

Das Märchen "Die Ordnung der Natur" lesen ...

 

Die Gänsemagd


Es lebte einmal eine alte Königin, der war ihr Gemahl schon lange Jahre gestorben, und sie hatte eine schone Tochter, wie die erwuchs, wurde sie weit über Feld auch an einen Königssohn versprochen. Als nun die Zeit kam, wo sie vermählt werden sollten, und das Kind in das fremde Reich abreisen musste, packte ihr die Alte gar viel köstliches Gerät und Geschmeide ein: Gold und Silber, Becher und Kleinode, kurz alles, was nur zu einem Königlichen Brautschatz gehörte, denn sie hatte ihr Kind von Herzen lieb.  
Das Märchen "Die Gänsemagd" lesen ...

 

Des Schneiders Daumerling Wanderschaft


Ein Schneider hatte einen Sohn, der war klein geraten und nicht größer als ein Daumen, darum hieß er der Daumerling. Er hatte aber Courage im Leibe, und sagte zu seinem Vater: „Vater, ich soll und muss in die Welt hinaus." — „Recht, mein Sohn", sprach der Alte, nahm eine Stopfnadel und machte am Licht einen Knoten von Siegellack daran: „da hast du auch einen Degen mit auf den Weg." Nun wollt das Schneiderlein noch einmal mitessen, ging in die Küche um zu sehen, was die Frau Mutter zu guter Letzt gekocht hätte.

Das Märchen "Des Schneiders Daumerling Wanderschaft" lesen ...

 

Der Mann im Pflug


Ein junger König von Portugal hatte eine wunderschöne Gemahlin, des Königs Tochter von England. Ihm stand aber immer der Sinn nach fernen fremden Ländern und wenn ein Schiff in seinen Hafen lief, wurden die Pilger und Kaufleute schon am Ufer von des Königs Amtleuten bewillkommt und in sein Schloss geführt, damit sie ihm erzählten was sie auf ihren Reisen Wunderbares gesehen und erlebt hätten. Daran konnte er sich nicht satt hören:

Das Märchen "Der Mann im Pflug" lesen ...

 

Die vier kunstreichen Brüder


Es war ein armer Mann, der hatte vier Söhne, wie die nun herangewachsen waren, sprach er zu ihnen: „Liebe Kinder, ihr müsst in die Welt, ich habe nichts, das ich euch geben könnte, macht euch auf in die Fremde, lernt ein Handwerk und seht, wie ihr euch durchschlagt." Da ergriffen die vier Brüder den Wanderstab, nahmen Abschied von ihrem Vater, und zogen zusammen zum Tor hinaus. Als sie ein Stück Wegs gemacht hatten, kamen sie an einen Kreuzweg, der nach vier verschiedenen Gegenden führte. Da sprach der älteste: „Hier müssen wir uns trennen, aber heut über vier Jahre wollen wir uns an dieser Stelle wieder treffen, und in der Zeit unser Glück versuchen."   
Das Märchen "Die vier kunstreichen Brüder" lesen ...

 

Die drei Spinnerinnen


Es war ein Mädchen faul und wollte nicht spinnen, und die Mutter mochte sagen was sie wollte sie konnte es nicht dazu bringen: endlich übernahm die Mutter einmal Zorn und Ungeduld, dass sie ihm Schläge gab, worüber es laut zu weinen anfing. Nun fuhr gerade die Königin vorbei, und als sie das Weinen hörte, ließ sie anhalten, trat in das Haus und fragte die Mutter, warum sie ihre Tochter schlüge, dass man draußen auf der Straße das Weinen höre. Da schämte sich die Frau, dass sie die Faulheit ihrer Tochter sollte offenbaren und sprach: „Ich kann sie nicht vom Spinnen abbringen, sie will immer und ewig spinnen, und ich bin arm und kann den Flachs nicht herbeischaffen."

Das Märchen "Die drei Spinnerinnen" lesen ...

 

Der Hund und der Sperling

 

Ein Schäferhund hatte keinen guten Herrn, sondern einen der ihn Hunger leiden ließ. Wie er's nicht mehr aushalten konnte, ging er ganz traurig fort. Auf der Straße begegnete ihm ein Sperling, der sprach: „Bruder Hund, warum bist du so traurig?" Antwortete der Hund: „Ich bin so hungrig und habe nichts zu fressen." Da sprach der Sperling: „Lieber Bruder, komm mit in die Stadt, so will ich dich satt machen." Also gingen sie zusammen in die Stadt, und als sie vor einen Fleischerladen kamen, sprach der Sperling zum Hund:

Das Märchen "Der Hund und der Sperling" lesen ...

 

Doktor Allwissend


Es war einmal ein armer Bauer, Namens Krebs, der fuhr mit zwei Ochsen ein Fuder Holz in die Stadt, und verkaufte es für zwei Taler an einen Doktor. Wie ihm nun das Geld ausbezahlt wurde, saß der Doktor gerade zu Tisch, da sah der Bauer, was er schon aß und trank, und das Herz ging ihm darnach auf, und er wäre auch gern ein Doktor gewesen. Also blieb er noch ein Weilchen stehen und fragte endlich, ob er nicht auch könnte ein Doktor werden.

Das Märchen "Doktor Allwissend" lesen ...

 

Marienkind


Vor einem großen Walde lebte ein Holzhacker mit seiner Frau und seinem einzigen Kind, das war ein Mädchen und drei Jahre alt. Sie waren aber so arm, dass sie nicht mehr das tägliche Brot hatten und nicht wussten, was sie ihm sollten zu essen geben. Eines Morgens ging der Holzhacker voller Sorgen hinaus in den Wald an seine Arbeit, und wie er da Holz hackte, stand auf einmal eine schone, große Frau vor ihm, die hatte eine Krone von leuchtenden Sternen auf dem Haupt und sprach zu ihm: „ich bin die Jungfrau Maria, die Mutter des Christkindleins, du bist arm und dürftig, bring nur dein lief fort. Die Angst wollt auch nicht wieder weichen, es mochte anfangen was es wollte und das Herz klopfte in einem fort und wollte nicht ruhig werden, auch das Gold blieb an dem Finger und ging nicht ab, es mochte waschen so viel es wollte.

Das Märchen "Marienkind" lesen ...

 

Brüderchen und Schwesterchen


Brüderchen nahm sein Schwesterchen an der Hand und sprach: „Seit die Mutter tot ist, haben wir keine gute Stunde mehr; die Stiefmutter schlägt uns alle Tage und wenn wir zu ihr kommen, stoßt sie uns mit den Füßen fort. Die harten Brotkrusten, die übrig bleiben, sind unsere Speise und dem Hündlein unter dem Tisch geht's besser; dem wirft sie doch manchmal was Gutes zu. Dass Gott erbarm, wenn das unsere Mutter wüsste! Komm, wir wollen miteinander in die weite Welt gehen." Sie gingen den ganzen Tag über Wiesen, Felder und Steine, und wenn es regnete, sprach das Schwesterchen: „Gott und unsere Herzen, die weinen zusammen! Abends kamen sie in einen großen Wald, und waren so müde von Jammer, Hunger und dem langen Weg, dass sie sich in einen hohlen Baum setzten und einschliefen.

Das Märchen "Brüderchen und Schwesterchen" lesen ...

 

Daumesdick


Es war ein armer Bauersmann, der saß abends beim Herd und schürte das Feuer, und die Frau saß und spann. Da sprach er: „Wie ist’s so traurig, dass wir keine Kinder haben, es ist so still bei uns, und in den andern Häusern ist’s so laut und lustig!" „Ja", antwortete die Frau, und seufzte, und sprach; „wenn's nur ein einziges wäre, und wenn’s auch ganz klein wäre, nur Daumens groß, so wollt ich schon zufrieden sein, wir hätten's doch von Herzen lieb."

Das Märchen "Daumesdick" lesen ...

 

König Drosselbart-


Ein König hatte eine Tochter, die war wunderschön, aber stolz und übermütig, so dass ihr kein Freier gut genug war, und sie einen nach dem andern abwies, und noch dazu Spott mit ihnen trieb. Einmal ließ der König ein großes Fest anstellen, und lud dazu alle heiratslustigen Männer ein, die wurden in eine Reihe, nach ihrem Rang und Stand geordnet erst kamen die Könige, dann die Herzoge, die Fürsten, Grafen und Freiherrn, zuletzt die Edelleute. Nun wurde die Königstochter durch die Reihen geführt, aber an jedem hatte sie etwas auszusetzen.

Das Märchen "König Drosselbart" lesen

 

Die treuen Tiere


Es war einmal ein Mann, der hatte gar nicht viel Geld, und mit dem wenigen, das ihm übrig blieb, zog er in die weite Welt. Da kam er in ein Dorf, wo die Jungen zusammen liefen, schrieen und lärmten. „Was habt ihr vor, ihr Jungen?", fragte der Mann. „Ei", antworteten sie, „da haben wir eine Maus, die muss uns tanzen, seht einmal, was das für ein Spaß ist! wie die herumtrippelt!" Den Mann aber dauerte das arme Tierchen, und er sprach: „Lasst die Maus laufen, ihr Jungen, ich will euch auch Geld geben."   
Das Märchen "Die treuen Tiere" lesen ...

 

Die sieben Raben


Ein Mann hatte sieben Söhne, und immer noch kein Töchterchen, so sehr er's auch wünschte, endlich gab ihm seine Frau wieder gute Hoffnung zu einem Kinde, und wie's zur Welt kam, war's ein Mädchen. Ob es gleich schon war, so war's doch auch schmächtig und klein, und sollte wegen seiner Schwachheit die Nottaufe haben. Da schickte der Vater einen der Knaben eilends zur Quelle, Taufwasser zu holen, aber die andern sechs liefen mit. Jeder wollte der erste beim Schöpfen sein, und darüber fiel ihnen der Krug in den Brunnen; da standen sie und wussten nicht, was sie tun sollten, und keiner getraute sich heim. 

Das Märchen "Die sieben Raben" lesen ...

 

Die kluge Bauerntochter


Es war einmal ein armer Bauer, der hatte kein Land, nur ein kleines Häuschen und eine alleinige Tochter, da sprach die Tochter: „Wir sollten den Herrn König um ein Stückchen Rottland bitten." Da der König ihre Armut horte, schenkte er ihnen auch ein Eckchen Rasen, den hackte sie und ihr Vater um, und wollten ein wenig Korn und der Art Frucht darauf säen; und als sie ihn beinah herum hatten, da fanden sie in der Erde einen Mörsel von purem Gold. „Hör'", sagte der Vater zu dem Mädchen, „weil unser Herr König so gnädig ist gewesen, und hat uns diesen Acker geschenkt, so müssen wir ihm den Mörsel wiedergeben."

Das Märchen "Die kluge Bauerntochter" lesen ...

 

Fitchers Vogel


Es war einmal ein Hexenmeister, der nahm die Gestalt eines armen Mannes an, ging vor die Häuser und bettelte, und fing die schönen Mädchen. Kein Mensch wusste, wo er sie hinbrachte, denn sie kamen nimmermehr wieder zum Vorschein. Nun trat er auch einmal vor die Türe eines Mannes, der drei schone Töchter hatte, als ein armer, schwacher Bettler, und trug eine Kötze auf dem Rücken, als wollte er die milden Gaben darin sammeln. Er bat um ein bisschen Essen, und als die älteste herauskam, und ihm ein Stück Brot reichen wollte, rührte er sie nur an, und alsbald musste sie in seine Kötze springen. Dann trug er sie mit starken Schritten fort, und durch einen Wald hindurch in sein Haus, wo alles prächtig war. Da gab er ihr, was sie nur wünschte, und sprach: „Es wird dir wohl gefallen bei mir, denn du hast alles, was dein Herz begehrt."      
Das Märchen "Fitchers Vogel" lesen

 

Die drei Männlein im Walde


Es war ein Mann, dem starb seine Frau, und eine Frau, der starb ihr Mann; und der Mann hatte eine Tochter und die Frau hatte auch eine Tochter. Die Mädchen waren mit einander bekannt und gingen zusammen spazieren, und kamen hernach zu der Frau ins Haus. Da sprach sie zu des Mannes Tochter: „Hör, sag deinem Vater, ich wollt ihn heiraten, dann sollst du jeden Morgen dich in Milch waschen und Wein trinken, meine Tochter aber soll sich in Wasser waschen und Wasser trinken." Das Mädchen ging nach Haus, und erzählte seinem Vater, was die Frau gesprochen hatte. Der Mann sprach: „Was soll ich tun? Das Heiraten ist eine Freude und ist auch eine Qual!"

Das Märchen "Drei Männlein im Walde" lesen ...

 

Die kluge Else


Es war ein Mann, der hatte eine Tochter, die hieß die kluge Else. Als sie nun erwachsen war, sprach der Vater: „Wir wollen sie heiraten lassen." „Ja", sagte die Mutter, „wenn nur einer käme, der sie haben wollte." Endlich kam von weiter einer, der hieß Hans, und hielt um sie an, unter der Bedingung, dass die kluge Else auch recht gescheit wäre.

Das Märchen "Die kluge Else" lesen ...

 

Der treue Johannes


Es war einmal ein alter König, der war krank und dachte, es wird wohl das Totenbett sein, darauf ich liege; da sprach er: „Lasst mir den getreuen Johannes kommen." Der getreue Johannes war aber sein liebster Diener und hieß so, weil er ihm sein Leblang so treu gewesen war. Als er nun vor das Bett kam, sprach der König zu ihm: „Getreuester Johannes, ich fühle, dass mein Ende sich naht, und da hab ich keine Sorge, als um meinen Sohn, er ist noch in jungen Jahren, wo er sich nicht immer zu raten weiß, und wenn du mir nicht versprichst, ihn zu unterrichten in allem, was er wissen muss, und sein Pflegevater zu sein, so kann ich meine Augen nicht in Ruhe zutun." Da antwortete der getreue Johannes:  
Das Märchen "Der treue Johannes" lesen ...

 

Vom Fundevogel


Es war einmal ein Förster, der ging in den Wald auf die Jagd, und wie er in den Wald kam, hörte er schreien, als ob's ein kleines Kind wäre, und ging dem Schreien nach, da sah er endlich einen hohen Baum, und oben darauf saß ein kleines Kind. Es war aber die Mutter mit dem Kinde unter dem Baum eingeschlafen, da hatte ein Raubvogel das Kind in ihrem Schoß gesehen, flog hinzu, nahm es mit seinem Schnabel weg, und setzte es auf den hohen Baum.

Das Märchen "Vom Fundevogel" ...

 

Das Lumpengesindel


Hähnchen sprach zum Hühnchen: „Die Nüsse sind reif geworden, da wollen wir mit einander auf den Berg gehen, und uns einmal recht satt daran essen, eh sie das Eichhorn alle wegholt." „Ja, antwortete das Hühnchen, komm, wir wollen uns eine Lust miteinander machen." Da gingen sie zusammen fort auf den Berg, und weil es ein heller Tag war, blieben sie bis zum Abend; nun weiß ich nicht, ob sie sich so dick gegessen, oder ob sie so übermütig geworden waren, kurz sie wollten nicht zu Fuß nach Haus gehen, und das Hähnchen musste einen kleinen Wagen von Nussschalen bauen.  
Das Märchen "Das Lumpengesindel" lesen ...

 

 

Der gute Handel


Ein Bauer, der hatte seine Kuh auf den Markt getrieben, und für sieben Taler verkauft. Auf dem Heimweg musste er an einem Teich vorbei, und da hörte er schon von weitem, wie die Frösche riefen: „Quak, quak! quak, quak!" „Ja, sprach er für sich, die schreien auch ins Haberfeld hinein, sieben Taler sind's, die ich gelöst habe, keine acht." Als er an das Wasser heran kam, rief er ihnen zu: „Dummes Vieh, das ihr seid! wisst ihrs nicht besser? sieben Taler sind's und keine acht!" Die Frösche blieben aber bei ihrem quak, quak! quak, quak! „Nun, wenn ihrs nicht glauben wollt, ich kann's euch vorzählen"; holte das Geld aus der Tasche und zählte die sieben Taler ab, immer vierundzwanzig Groschen auf einen.   
Das Märchen "Der gute Handel" lesen ...

 

Die zwölf Brüder


Es war einmal ein König und eine Königin, die lebten in Frieden mit einander und hatten zwölf Kinder, das waren aber lauter Buben. Nun sprach der König zu seiner Frau: „Wenn das dreizehnte Kind, das du zur Welt bringst, ein Mädchen ist, so sollen die zwölf Buben sterben, damit sein Reichtum groß wird, und es das Königreich allein erhält." Er ließ auch zwölf Särge machen, die waren schon mit Hobelspänen gefüllt, und in jedem lag das Totenkisschen, und ließ sie in eine verschlossene Stube bringen, dann gab er der Königin den Schlüssel, und sprach, sie sollte niemand davon etwas sagen.   
Das Märchen "Die zwölf Brüder" lesen ...

 

Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein

Es war eine Frau, die hatte drei Töchter, davon hieß die älteste Einäuglein, weil sie nur ein einziges Auge mitten auf der Stirne hatte, und die mittelste Zweiäuglein, weil sie zwei Augen hatte, wie andere Menschen, und die jüngste Dreiäuglein, weil sie drei Augen hatte, und das dritte stand bei ihr gleichfalls mitten auf der Stirne. Darum aber, dass Zweiäuglein nicht anders aussah, als andere Menschenkinder, konnten es die Schwestern und die Mutter nicht leiden, und sie sprachen zu ihm:

Das Märchen "Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein" lesen ...

 

Die weiße und schwarze Braut


Eine Frau ging mit ihrer Tochter und Stieftochter über Feld, Futter zu schneiden. Da kam der liebe Gott als ein armer Mann zu ihnen gegangen, und fragte: „Wo führt der Weg ins Dorf?" „Ei", sprach die Mutter, „sucht ihn selber", und die Tochter setzte noch hinzu: „Habt ihr Sorge, dass ihr ihn nicht findet, so bringt euch einen Wegweiser mit." Die Stieftochter aber sprach: „Armer Mann, ich will dich führen, komm mit mir."

Das Märchen "Die weiße und die schwarze Braut" lesen ...

 

Der Frieder und das Catherlieschen


Es war ein Mann, der hieß Frieder, und eine Frau, die hieß Catherlieschen, die hatten einander geheiratet und lebten zusammen als junge Eheleute. Eines Tages sprach der Frieder: „Ich will jetzt zu Acker, Catherlieschen, wann ich wiederkomme, muss etwas Gebratenes auf dem Tisch stehen für den Hunger und ein frischer Trunk dabei für den Durst." „Geh nur, Friederchen", antwortete die Catherlies, „geh nur, will dir's schon recht machen." 

Das Märchen "Frieder und das Catherlieschen" lesen ...

 

Der Zaunkönig und der Bär


Zur Sommerzeit gingen einmal der Bar und der Wolf im Wald spazieren, da hörte der Bär so schönen Gesang von einem Vogel und sprach: „Bruder Wolf, was ist das für ein Vogel, der so schon singt?" — „Das ist der König der Vögel", sagte der Wolf, „vor dem müssen wir uns neigen"; es war aber der Zaunkönig. „Wenn das ist, sagte der Bar, möcht' ich auch gern seinen königlichen Palast sehen, komm und führ' mich hin." „Das geht nicht so, wie du meinst, sprach der Wolf, du musst warten, bis die Frau Königin kommt."  
Das Märchen "Der Zaunkönig und der Bär" lesen ...

 

Die drei Brüder

 

Es war ein Mann, der hatte drei Söhne und weiter nichts im Vermögen, als das Haus, worin er wohnte. Nun hätte jeder gern nach seinem Tod das Haus gehabt, dem Vater war aber einer so lieb als der andere, da wusste er gar nicht, wie er's anfangen sollte, dass er keinem zu nahe träte; verkaufen. Das waren die Söhne zufrieden, und der älteste wollte ein Hufschmied, der zweite ein Barbier, der dritte aber ein Fechtmeister werden.

Das Märchen "Die drei Brüder" lesen ...

Der arme Müllerbursch und das Kätzchen

In einer Mühle, worin nur ein alter Müller lebte, ohne Frau und Kind, dienten einmal drei Müllerburschen. Wie sie nun etliche Jahre bei ihm gedient hatten, sagte er zu ihnen: „Zieht einmal fort, und wer mir das beste Pferd nach Haus bringt, dem will ich die Mühle geben." Der dritte von den Burschen war aber der Kleinknecht, der ward von den andern für albern gehalten, dem gönnten sie die Mühle nicht; und er wollte sie hernach nicht einmal! Da gingen alle drei mit einander hinaus, und wie sie vor das Dorf kamen, sagten die zwei zu dem albernen Hans: „Du kannst nur hier bleiben, du kriegst doch dein Lebtag keinen Gaul."

Das Märchen "Der arme Müllersbursch und das Kätzchen" lesen ...

 

Vom klugen Schneiderlein


Es war einmal eine Prinzessin gewaltig stolz: kam ein Freier, so gab sie ihm etwas zu raten auf, und wenn er's nicht erraten konnte, so ward er mit Spott fortgeschickt. Sie ließ auch bekannt machen, wer's erriete, sollte sich mit ihr vermählen, und mochte kommen, wer da wollte.

Das Märchen "Vom klugen Schneiderlein" lesen ...

 

Das Königskind

Einem Soldaten träumte, er sollte seinen Abschied nehmen, so würde er sein Glück machen. Da geht er zu seinem Hauptmann und begehrt seinen Abschied. Der redet ihm aber zu, noch zu bleiben, verspricht, ihn befördern zu lassen und macht ihn auch gleich zum Gefreiten. Der Soldat lässt sich bereden; in der Nacht träumt ihm aber wieder, er sollte seinen Abschied begehren, sonst könnte er sein Glück nicht finden. Er geht also wieder zum Hauptmann und dringt aus seinen Abschied.

Das Märchen "Das Königskind" lesen ...

 

Der eiserne Johann

Einem alten Gedienten träumte, wenn er seinen Abschied nähme, könnte er sein Glück machen. Da ging er am Morgen zu seinem Hauptmann und bat um seinen Abschied. Es war eben Friede geschlossen und der König brauchte keine Soldaten mehr.

 

Die drei Faulen


Ein König hatte drei Söhne, die waren ihm alle gleich lieb, und er wusste nicht, welchen er zum König nach seinem Tode bestimmen sollte. Als die Zeit kam, dass er sterben wollte, rief er sie vor sich und sprach: „Liebe Kinder, ich habe etwas bei mir bedacht, das will ich euch sagen: welcher von euch der Faulste ist, der soll nach mir König werden."  
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Von dem Tode des Hühnchens


Auf eine Zeit ging das Hühnchen mit dem Hähnchen in den Nussberg, und sie machten mit einander aus, wer einen Nusskern fände, sollte ihn mit dem andern teilen. Nun fand das Hühnchen eine große, große Nuss, sagte aber nichts davon und wollte den Kern allein essen. Er war aber so dick, dass es ihn nicht hinunter schlucken konnte, und er ihm im Hals stecken blieb, dass ihm angst wurde, es müsste ersticken, und es schrie: „Hähnchen, ich bitt dich, lauf, was du kannst und hol mir Wasser, sonst ersticke ich."

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Märchen von der Unke


Ein Kind saß vor der Haustüre auf der Erde, und hatte sein Schüsselchen mit Milch und Weckbrocken neben sich und aß.
Da kam eine Unke gekrochen, und senkte ihr Kopfchen in die Schüssel und aß mit. Am andern Tag kam sie wieder, und so eine Zeit lang jeden Tag.

"Märchen von der Unke" lesen ...

 

Der verwünschte Esel

Es war einmal ein junger Taugenichts, der stak aller Teufeleien voll und hatte sein Leben nichts getan als was Gott und alle Rechtschaffenen verdross. Zuletzt durfte er sich unter den ehrlichen Leuten nicht mehr sehen lassen und nahm sich vor unter die Spitzbuben zu gehen.

Der gute Kauf

Ein Mann hatte neben seiner rechtmäßigen Frau noch zwei Freundinnen. Nun wollte er eines Tags in Handelsgeschäften auf einen Jahrmarkt. Da ging er zu der ersten Freundin und fragte, was er ihr mitbringen sollte. Sie bat ihn, ihr einen guten Zobelpelz zu kaufen.

Gedanken erraten

Es war einmal ein König, der hatte einen einzigen Sohn, mit dem er viel Kummer erlebte, denn er war ein Tunichtgut und Bruder Liederlich und keine Ermahnung wollte bei ihm fruchten. Der Vater ward es endlich müde und sprach zu ihm: Ich kann dein Treiben nicht länger mit ansehen:

 

Klein Kerlchen

Es war einmal ein klein Kerlchen, das ward alle Tage älter; wenn es aber ins Wirtshaus kam, ein Glas Bier oder Wein zu trinken, sagte der Wirt zu ihm: „Guten Tag, klein Kerlchen." Das war ihm sehr verdrießlich. Endlich ging es zum Schuster, sich ein paar Absätze unter die Stiefel machen zu lassen. Wie es in die Werkstatt kam, sagte der Schuster: „  
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Wer ist der Dümmste?

Eine Frau klagte ihren Nachbarinnen über ihren Mann, dass er so dumm sei und alles glaube, was sie ihm sage. Der Schade ist so groß nicht, sagte die eine Nachbarin; der meine ist auch nicht gar klug; wer weiß wozu das gut ist.

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Das fromme Gebet

Eine alte Frau pflegte alle Tage in die Kirche zu gehen und dem Muttergottesbilde ihre Wünsche vorzutragen. ...

 

Acht Pfennige täglich

Es war einmal ein Kaiser, der gab ein Gesetz, dass der eines harten Todes sterben sollte, der an seinem Festtag arbeite. Darauf berief er einen Zauberer und sagte ihm, welches Gebot er hätte ausgehen lassen; er besorge aber, man werde ihm die Übertretung zu verheimlichen wissen: ...

 

Die Siebenschläfer

Es waren einmal drei Siebenschläfer, die schliefen sieben Jahre und weil sie sieben Jahre lang schliefen ohne aufzuwachen, hieß man sie die Siebenschläfer, obgleich ihrer nicht mehr als drei waren.

 

Bruder Stiefelschmer

Ein Fleischergesell, der sich tief im Walde verirrt hatte, traf da einen Jäger an, der  auf einem Baumstamm ruhte und sehr schmuck gekleidet war, auch glanzlederne Stiefeltrug.

 

Text und Glosse

Ein reicher Müller im Bayerland schickte seinen Sohn auf die Hochschule nach Ingolstadt, die Rechte zu studieren.

Wie viel ein Vaterunser wert ist

Ein Bischof fand einen armen Menschen aus der Straße, dessen erbarmte er sich, räumte ihm eine Wohnung ein in seinem Hof und versprach ihm seine tägliche Nahrung zu geben so lange er lebte; doch sollte der Arme täglich ein Vaterunser für ihn sprechen, damit ihn Gott vor allem Übel bewahre: Das versprach der Arme.

Wie ein Bauer beten lernte

Ein reicher Bauer ging zur Beichte. Der Beichtvater gab ihm zur Buße, sieben Vaterunser zu beten. Beten könne er nicht, sagte der Bauer, er habe es oft lernen wollen, aber nie behalten mögen.

 

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