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Bruder Stiefelschmer - Märchen, erzählt von Karl Simrock

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Bruder Stiefelschmer

Ein Fleischergesell, der sich tief im Walde verirrt hatte, traf da einen Jäger an, der  auf einem Baumstamm ruhte und sehr schmuck gekleidet war, auch glanzlederne Stiefeltrug. Den grüßte er freundlich und weil er auch müde war, setzte er sich zu ihm und fragte:

Wohin, woher,
Bruder Stiefelschmer?

 

Der Jäger musste des Grußes lachen und sagte: Ich weiß selber nicht woher noch wohin. Ich bin im Walde verirrt und hoffte schon, Ihr würdet den Weg wissen. Es soll hier im Walde nicht richtig sein. Bah! sagte der Fleischer, bange machen gilt nicht. Seht ihr hier meinen Stab? So lang ich den bei mir habe, fürchte ich mich vor tausend Teufeln nicht. Der Jäger sah den Stock an und sagte: Nun, der ist doch so gefährlich noch nicht. Ich habe Hirschfänger und Büchse; aber was verschlägt das, wenn wir den Räubern in die Hände fallen, die hier ihr Wesen treiben sollen? Nur nicht ängstlich! sagte der Fleischer. Wir wollen zusammenhalten; ich weiß hier auch nicht Weg und Steg. Das ist ein schlechter Trost, meinte der Jäger.

Sie gingen zusammen und kamen bald an ein Haus im Walde. Da freute der Fleischer sich und rief: Komm, Bruder Stiefelschmer, Hier geht's lustig her.

 

Ungern folgte der Jäger, es schien ihm da nicht geheuer. Der Fleischer war aber schon in der Stube und bestellte ein Abendbrot und zwei Betten. Bruder Stiefelschmer horchte an der Türe und hörte eine alte Frau zu seinem Gefährten sagen: Ihr seid hier ganz unrecht und solltet euch je eher je lieber aus dem Staube machen, denn ich habe zwölf Söhne und wenn sie nach Hause kommen und euch hier finden, seid ihr Kinder des Todes. Papperlapapp!, sagte der Fleischer, da müssten wir auch mit dabei sein.

 

Ich habe keine Bange nicht: Bringt uns nur bald etwas zu acheln, sonst müssen wir Hungers sterben. Das ist doch der schlimmste Tod, hab ich mir sagen lassen. Damit ging er vor die Türe und suchte nach dem Jäger; aber der hatte sich unterdes in der Scheuer versteckt. Endlich fand er ihn zwischen zwei großen Heubündeln: Er musste ihn mit Gewalt hervorziehen. Sei doch gescheit, sagte er: Willst du hier verhungern? Komm mit ins Haus und verlass dich auf meinen Zauberstab. So lang ich den habe, brauchst du nichts zu fürchten. Das Essen kann jetzt angerichtet sein und ich will wetten, es wird dir auch munden. Aber wir sind hier in eine Räuberhöhle geraten, warf der Jäger ein. Meinst du denn, versetzte der Fleischer, in einer Räuberhöhle könnte man von der Luft leben? Komm nur mit herein und iss für zweie, wer weiß, wenn wir wieder was ergattern: Die Garküchen sind selten hier im Walde. Ich rate dir, trinke gleich einen guten Stiefel: hernach, wenn die Räuber kommen und ich ihnen die Suppe gesalzen habe, darfst du mir nichts mehr anrühren. Dabei musst du aber doch tun als könntest du nicht satt werden. Hörst du wohl, Bruder Stiefelschmer? Und noch eins, nimm dich zusammen und lass dir die preußischen Ängste nicht anmerken. Und wenn du siehst, dass ich meinen Stab dreimal so in der Luft schwenke und ihn dann wie einen Stimmhammer auf den Tisch stoße, dass die Gläser klirren, so mach mir gleich alles mit deinem Hirschfänger nach. Du wirst sehen, das tut Wunder. Jetzt komm mit, Bruder Stiefelschmer.

 

Da musste Bruder Stiefelschmer, er mochte wollen oder nicht, mit ihm in die Stube und tüchtig reinhauen und mit dem Glase Bescheid tun (trinken). Es währte auch nicht lange, so kamen die zwölf Räuber, und als der Hauptmann die beiden Gäste sah, rief er laut: Nun, Gott sei's getrommelt und gepfiffen: Das ist ein Wundpflaster. Den ganzen Tag haben wir nichts gefangen; nun sind uns hier wenigstens ein paar Vögel ins Garn geflogen. Aber seid ihr auch fett? Ich meine wohl, sagte der Fleischer, indem er seine Katze schüttelte, dass die Goldfritze klangen. Und Bruder Stiefelschmer sieht mir auch nicht aus, als hätte ihm der Mond in den leeren Beutel geschienen. Ihr könnt uns wohl eine tüchtige Galgenmalzeit bereiten, denn wir wissen schon was die Glocke geschlagen hat. Aber wir wollen uns wenigstens erst gehörig anrichten lassen und nicht mit leerem Magen über die Klinge springen (umbringen lassen). Was uns die Alte hier aufgetischt hat, ist wie ein Tropfen auf einen heißen Stein gefallen, so ausgehungert sind wir hier im Walde.

Ihr sprecht vernünftig, sagte der Hauptmann, und uns soll es auf eine Malzeit nicht ankommen. Versäumt aber das Tischgebet nicht. Wir machen nicht viel Federlesens, wenn wir im Tritt sind. Aber Alte, warum trägst du nicht auf? Siehst du nicht, wie schlapp wir sind? Wir haben hier einen guten Fang getan: du musst tüchtig auftischen.

 

Es ist drinnen gedeckt, sagte die Alte. Ich wusste nicht, dass die Fremden mitessen sollten. Geht nur hinein, der Braten dampft schon, und wenn es euch recht ist, will ich Glühwein aufsetzen.

Recht, alte Katze, sagte der Hauptmann; aber einen guten Kübel voll, denn der König hat uns Schweiß gekostet. Ich weiß nicht, ob ich noch einen Tropfen Bluts im Leibe habe. Es hieß, er jage inkognito im Walde: Da haben wir alles durchgestöbert, und die im Eiskeller auch; aber wenn  D i e  nicht glücklicher gewesen,  W i r  haben keinen Schwalbenschwanz von einem König zu Gesicht gekriegt.

Wer weiß, wozu es gut war, sagte der Räuber Einer. Ich traue dem König die Courage nicht zu, allein im Walde zu jagen; aber wenn uns die ganze Suite begegnet wäre —

Lasst es gut sein, sagte der Hauptmann, und geht mit mir hinein. Nun ich sehe, die Alte hat's wohl mit uns gemeint. Hier ist auch Futter genug für unsere ausgehungerten Galgenvögel. Die Alte soll noch zwei Gedecke auflegen. Aber da ist sie ja schon. Nun setzt euch und tut als ob ihr zu Hause wärt. Recht so, guter Freund, an meine grüne Seite. Aber warum nehmt ihr denn nicht Platz, Bruder Stiefelschmer, wenn mir Recht ist —

 

Ja, Bruder Stiefelschmer, ihr seht es ihm an den Füßen an. Er hat noch nicht recht eingeheizt, darum zitiert er so. Wenn die Bowle kommt, vergeht ihm das.

Nun saßen sie alle Vierzehn um den Tisch herum und ließen sich wohlschmecken, was die Alte beschert hatte. Auch Bruder Stiefelschmer langte zu, weniger aus Hunger, als um sich nicht mahnen zu lassen. Als sie sich einen guten Kropf gegessen hatten, kam die Alte und sagte, der Kübel sei so schwer, dass zweie befohlen werden müssten, ihn auf den Tisch zu tragen; sie habe nicht Macht dazu. Der Hauptmann schickte seinen Nachbar zur Linken und den Fleischer, der ihm zur Rechten saß. Es waren beide starke Leute; aber die Achselbänder krachten ihnen, als sie die riesige Bowle auf die Tafel hoben. Der Hauptmann ließ es sich nicht nehmen, die Gläser selbst zu füllen. Da klopfte der Fleischer seinem Nachbar zur Rechten auf die Schulter und sagte:

Nun, Bruder Stiefelschmer,

Komm du mal her

 

und lass uns die Gesundheit der ganzen Compagnie trinken. So ist's recht, rief der Hauptmann, unser Gast mit der Katz versteht sich auf Lebensart. Es ist ein flotter Bursch, den könnten wir brauchen. Stoßt alle mit ihm an: Die ganze Compagnie soll leben, hoch! Aber Bruder Stiefelschmer muss noch besser einheizen. Will der Wein nicht schmecken?

Er ist etwas schwach, meinte der Fleischer; aber man muss nur desto mehr trinken; vielleicht hilft das. Darf ich noch  e i n e  Gesundheit ausbringen? Ei, rief der Hauptmann, den des Gastes Mut freute, warum denn nicht! Noch zweie meinetwegen! Nun, das soll ein Wort sein, noch zweie, sagte der Fleischer. So trinke ich denn die erste auf unsern Hauptmann und der soll leben hoch! Und abermals hoch! Und zum dritten Mal hoch! Hoch! Rief die ganze Bande und stieß mit dem Fleischer an, dass die Gläser platzten. Auch Bruder Stiefelschmer säumte nicht mit allen anzustoßen und das Glas bis auf die Nagelprobe zu leeren. Nun bin ich begierig, dachte er bei sich, wem das dritte Hoch gelten wird.

Der Hauptmann bedankte sich der erwiesenen Ehre, schenkte den Fremden und der ganzen Compagnie die Gläser wieder voll und bat, nun das dritte Hoch folgen zu lassen. Da fasste der Fleischer sein Glas, hob es auf und sagte: Das dritte Glas leere ich auf die Brudercompagnie im Eiskeller drüben, und damit ihr desto geneigter ihre Gesundheit trinkt, soll ich einen schönen Gruß vermelden und den König hätten sie gefangen. Den König gefangen! Das ist bitter, sagte der Hauptmann. Bitter, dass wir ihn nicht selber haben. Aber doch süß, fügte er hinzu, dass er gefangen ist und so mag es denn gelten. Die ganze Compagnie im Eiskeller hoch! Und nochmals hoch! Und zum dritten Mal hoch! Sie stießen alle an und tranken aus; auch Bruder Stiefelschmer ließ sich nicht erst mahnen und tat seine Schuldigkeit.

„Ich wollte, der Wein wäre auch so bitter bei der Süße: Wie magst du das schlaffe Zeug nur vertragen, Bruder Stiefelschmer?" Mir schmeckt die Bowle vortrefflich, entgegnete der Jäger. „Zu süß, Bruder Stiefelschmer, zu süß! Das widersteht beim dritten Glase, und ich tränke gern noch mehr."

Aber, unterbrach sie der Hauptmann, wie kommt ihr zu dem Auftrag? Kennt ihr das Zeichen? Ihr seht mir gar nicht aus als wärt ihr von der Bande. Lasst uns das Zeichen sehen! Der Fleischer stand auf, schwenkte seinen Stab dreimal über den Kopf und stieß ihn wie einen Stimmhammer auf den Tisch, dass die Gläser den Ton gaben. Bruder Stiefelschmer tat fast a tempo (zur selben Zeit) mit seinem Hirschfänger das Gleiche. Wer hätte das gedacht?, sagte der Hauptmann verdrießlich. Und der kleine bange Hase Bruder Stiefelschmer ist auch von der Compagnie? Man irrt sich doch nicht mehr als in den Menschenkindern. So will ich nun auch eine Gesundheit ausbringen. Unsere beiden Gäste sollen leben, hoch! Nur einen Augenblick Geduld, bat der Fleischer. Die Bowle ist zu süß, des Zeugs kann man nicht viel trinken. Fragt doch die Alte, ob sie keine grünen Pomeranzen hat. Pomeranzen, sagte der Hauptmann; die wachsen auch hier im Walde! Ei,sagte der Fleischer, sie wachsen auch nicht in meiner Katze und doch trag ich immer welche bei mir. Seht her! Die werft hinein: Sie sind ganz frisch und grün.

Riecht einmal wie köstlich! Das gibt eine andere Herzstärkung. Dabei ließ er den Hauptmann die Goldfritze sehen, dass ihm der Mund wässerte nach dem Fang, der ihm nun entging, da sie mit von der Eiskellerbande waren, mit der sie gute Freundschaft hielten. Er schlug es sich aber bald wieder aus dem Sinn: Die Gefangenschaft des Königs war ein Trost mehr wert als zwanzig Goldkatzen. So sprach er der Bowle kräftig zu, und vergaß darüber den Toast, den er schon angekündigt hatte. Wirklich mundete sie nun immer besser je mehr die grünen Pomeranzen zogen. Er schenkte den Nachbarn und schenkte den Nahen und den Fernen fleißig ein und brauchte keinem zuzureden; nur Bruder Stiefelschmer tadelte das Getränk: es sei zu bitter, die grünen Pomeranzen hätten nicht so lange drin bleiben dürfen. Wir wollen uns nicht darüber zanken, sagte der Fleischer, Bruder Stiefelschmer; aber ich glaube, die Pomeranzen sind nicht Schuld. Du hast vorher schon ein Übriges getan und kriegst nun Angst vor St. Ulrich. Da bist du aber schief gewickelt (bist im Unrecht). Man kann jetzt ein Achtel mehr davon vertragen. Bitter dem Mund ist dem Herzen gesund. Dieser Ansicht stimmten die andern alle bei und sprachen so lange zu bis der Eine rechts, der Andere links vom Stuhle fiel und der Hauptmann unter dem Tische lag.

Jetzt geschwind in den Stall, Bruder Stiefelschmer: Da hab ich ein paar blanke Rappen gesehen. Damit reiten wir in die Hauptstadt und lassen die Vögel in den Käfig setzen. Die Leimruten halten sie wohl so lange fest: Dafür lass ich die grünen Pomeranzen sorgen. Die andere Bande im Eiskeller sitzt auch auf dem Kloben: Der König wird seinen Diener loben. Aber die alte Frau wollen wir erst in den Keller sperren, damit sie uns nicht einen Strich durch die Rechnung macht." Damit ging es leichter als er gedacht hatte, denn die Alte hatte sich auch ein Gutes getan und lag nun und schlief wie ein Ast. Sie merkte es gar nicht, als man sie aus dem Bette hob und im Keller wie einen Anker auf den Sattel zwischen zwei Fässer legte.

 

Nun Bruder Stiefelschmer,
Ist dir das Herz noch schwer?

 

Pfeifend und trällernd schwangen sich jetzt der Fleischer und Bruder Stiefelschmer auf die feisten Rappen und ritten zur Residenz. Am Tor trat sogleich die Wache ins Gewehr und präsentierte. Auch blieb hier und da einer stehen und machte Front. Darum kümmerten sich aber die beiden nicht, sondern ritten weiter dem Schlossplatz zu. Vor dem Schloss wirbelten die Trommeln, die ganze Wachmannschaft sprang hervor, stellte sich in Reih und Glied und der Offizier kommandierte: Präsentiert das Gewehr! Bruder Stiefelschmers sah den Fleischer an, ob er auch überrascht sei, aber davon konnte er nicht die Spur gewahren. Als sie abstiegen und ins Schloss gingen, sagte der Fleischer: Einer von uns beiden muss der König sein. Wollen wir abschaffen? Nun, ich bin's, sagte der Jäger. Aber wer bist Du, mein Retter? — Ich bin der neu ernannte Polizeipräsident und bitte um Gnade, Majestät, wenn ich ihr Inkognito zu streng beobachtet habe. Nun war der König der Überraschte. Wie bist du aber im Eiskeller zurecht gekommen, wo du das Zeichen erfahren hast?, fragte der König. Da hab ich mich für den neuen Hauptmann der andern Bande ausgegeben, der den König mit eigener Hand gefangen hätte. Darüber haben sie auch grüne Pomeranzen zu kosten gekriegt. Hab ich meine Sache gut gemacht? — Exzellent hast du es gemacht: Ich lege dir hiermit den Titel bei; aber mit dem Gruß Bruder Stiefelschmer wird mich Exzellenz günstig verschonen und dazu reinen Mund halten. Krönen Sie nun ihr Werk, Exzellenz, nehmen Sie Mannschaft und ein Paar Leiterwagen und heben die beiden Nester aus. Es ist Platz genug in der Hofvogtei.
 

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