Märchen
   

 

 
  Startseite
   
  Grimms Märchen
 

  Allerleirauh

  Aschenputtel

  Brüderchen Schwester.

  Das arme Mädchen

  Das Lumpengesindel

  Das singende ...

  Der Froschkönig

  Tapfere Schneiderlein

  Daumesdick

  Der Arme der Reiche

  Bauer und Teufel

  Der gute Handel

  Hund und der Sperling

  Der treue Johannes

  Wolf sieben Geißlein

  Bremer Stadtmusikanten

  Der arme Müllerbursch

  Die drei Brüder

  Die drei Faulen

  Die drei Spinnerinnen

  Die Gänsemagd

  Die kluge Bauerntochter

  Die kluge Else

  Die sieben Raben

  Die treuen Tiere

  Die vier Brüder

  Die zwölf Brüder

  Doktor Allwissend

  Drei Männlein im Walde

  Einäuglein, Zweiäuglein

  Frieder Catherlieschen

  Fitchers Vogel

  Hänsel und Gretel

  Hund und Sperling

  Frau Holle

  Jorinde und Joringel

  König Drosselbart

  Löweneckerchen

  Märchen von der Unke

  Märchen von einem...

  Marienkind

  Rotkäppchen

  Rumpelstilzchen

  Schneewittchen

  Sterntaler

  Schneiders Daumerling

  Sterntaler

  Tod des Hühnchens

  Vom Fischer seiner Frau

  Vom Schneiderlein

  Vom Fundevogel

  Weiße schwarze Braut

  Zaunkönig und Bär

   

 

Startseite
 

  Deutsche Märchen

  Andersen Märchen

  Grimms Märchen

  Kletke Märchen

  Simrock Märchen

  Wolf, J. W., Märchen

   
Märchen der Welt
 

  Märchen Autoren

  Dänische Märchen

  Deutsche Märchen

  Französische Märchen

  Italienische Märchen

  Niederländ.. Märchen

   
Deutsche Märchen
 

  Allerleirauh

  Aschenputtel

  Bremer Stadtmusikanten

  Brüderchen Schwester.

  Das arme Mädchen

  Tapfere Schneiderlein

  Das goldene Schloss

  Der gute Handel

  Der Froschkönig

  Der treue Johannes

  Wolf u. sieben  Geißlein

  Die Gänsemagd

  Dornröschen

  Glücklicher Schuster

  Hänsel und Gretel

  Frau Holle

  Rotkäppchen

  Rumpelstilzchen

  Sterntaler

  Schneiders Daumerling

  Vom Fischer seiner Frau

  Daumesdick

  Der arme Müllerbursch

  Das Königskind

  Des Kaisers  Kleider

  Die drei Brüder

  Die drei Faulen

  Die kluge Bauerntochter

  Die sieben Raben

  Die zwölf Brüder

  Die treuen Tiere

  Die vier Brüder

  Doktor Allwissend

  Vom Schneiderlein

 

  und weitere Märchen

 
Französische Märchen
 

  Aschenbrödel

  Blaubart

  Das kleine Rotkäppchen

  Der gestiefelte Kater

  Der kleine Däumling

  Der Kobold

  Der Orangenbaum

  Die Prinzessin

  Prinz Kobold

  Rosette

  Rot, weiß und schwarz

  Schönchen Goldhaar

  Der blaue Vogel

 

  und weitere Märchen

 
Italienische Märchen
 

  Geschenk der drei Tiere

  Mädchen im Schrein

  Das Zauberpferd

  Der Dummling

  Der Floh

  Der Rabe

  Der Zauberlehrling

  Die drei Königskinder

  Die drei Zitronen

  Die guten Tage

  Die sieben Tauben

  Die zwei Brüder

 

  und weitere Märchen

 
Niederländ. Märchen

  Jan, der Dieb

  Klein Däumchen

 

  und weitere Märchen

 
Themen Märchen

  Themen Märchen

  Märchen Autoren

  Impressum

 
 
 
 

Die kluge Bauerntochter - Märchen der Brüder Grimm

  Start I Deutsche Märchen I Grimm I Die kluge Bauerntochter
 
Märchen - Autoren:  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z
Märchen - Titel:  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z
Märchen - Themen:  A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z
   
 

Die kluge Bauerntochter


Es war einmal ein armer Bauer, der hatte kein Land, nur ein kleines Häuschen und eine alleinige Tochter, da sprach die Tochter: „Wir sollten den Herrn König um ein Stückchen Rottland bitten." Da der König ihre Armut horte, schenkte er ihnen auch ein Eckchen Rasen, den hackte sie und ihr Vater um, und wollten ein wenig Korn und der Art Frucht darauf säen; und als sie ihn beinah herum hatten, da fanden sie in der Erde einen Mörsel von purem Gold. „Hör'", sagte der Vater zu dem Mädchen, „weil unser Herr König so gnädig ist gewesen, und hat uns diesen Acker geschenkt, so müssen wir ihm den Mörsel wiedergeben." Die Tochter aber wollt' es nicht bewilligen, und sagte: „Vater, wenn wir den Mörsel haben und haben den Stößer nicht, dann müssen wir auch den Stößer schaffen, darum schweigt lieber still." Er wollt' ihr aber nicht gehorchen, nahm den Mörsel und trug ihn zum Herrn König, und sagte, den hätt' er gefunden in der Heide. Der König nahm den Mörsel, und fragte, ob er nichts mehr gefunden? nein, sprach der Bauer, da sagte der König: „Er sollte nun auch den Stößer herbeischaffen." Der Bauer sprach, den hätten sie nicht gefunden; aber das half ihm soviel, als hätt' er's in den Wind gesagt, er ward ins Gefängnis gesetzt, und sollte so lange da sitzen, bis er den Stößer herbeigeschafft hätte. Die Bedienten mussten ihm täglich Wasser und Brot bringen, was man so in dem Gefängnis kriegt, da hörten sie, wie der Mann als fort schrie: „Ach! hätt' ich meiner Tochter gehört! Ach! Ach! Hätt' ich meiner Tochter gehört!"

 

Da gingen die Bedienten zum König, und sprachen das, wie der Gefangene als fort schrie: „Ach! hätt' ich doch meiner Tochter gehört I" und wollte nicht essen und nicht trinken. Da befahl er den Bedienten, sie sollten ihn vor ihn bringen, und da fragte der Herr König, warum er also fort schreie: „Ach! Hätt' ich meiner Tochter gehört!" „Was hat eure Tochter denn gesagt?" — „Ja", sie hat gesprochen, „ich sollte den Mörsel nicht bringen, sonst müsst' ich auch den Stößer schaffen."

 

„Habt ihr denn so eine kluge Tochter, so lasst sie einmal herkommen." Also musste sie vor den König kommen; der fragte sie, ob sie denn so klug wäre? und sagte, er wollt' ihr ein Rätsel aufgeben, wenn sie das treffen könnte, dann wollt' er sie heiraten. Da sprach sie ja, sie wollts erraten. Da sagte der König: „Komm zu mir, nicht gekleidet, nicht nackend, nicht geritten, nicht gefahren, nicht in dem Weg, nicht außer dem Weg, und wenn du das kannst, will ich dich heiraten." Da ging sie hin, und zog sich aus splitternackend, da war sie nicht gekleidet, und nahm ein großes Fischgarn, und setzte sich hinein und wickelte sich hinein, da war sie nicht nackend, und borgte einen Esel fürs Geld, und band dem Esel das Fischgarn an den Schwanz, daran er sie fortschleppen musste, und war das nicht geritten und nicht gefahren, und musste sie der Esel in dem Fahrgleise schleppen, so dass sie nur mit der großen Zehe auf die Erde kam, und war dass nicht in dem Weg und nicht außer dem Weg. Und wie sie so daher kam, sagte der König, sie hätte das Rätsel getroffen und sei alles erfüllt. Da ließ er ihren Vater los aus dem Gefängnis, und nahm sie bei sich als seine Gemahlin, und befahl ihr das ganze Königliche Gut an.

 

Nun waren etliche Jahre herum, als der Herr König einmal auf die Parade zog, da trug es sich zu, dass Bauern mit ihren Wagen vor dem Schloss hielten, die hatten Holz verkauft; etliche mit Ochsen und etliche mit Pferden. Da war ein Bauer, der hatte drei Pferde, davon kriegte eins ein junges Füllchen, das lief weg und legte sich an einen Wagen, wo zwei Ochsen davor waren, mittendrin. Als nun die Bauern zusammen kamen, fingen sie an sich zu zanken, schmeißen und lärmen, und der Ochsenbauer wollte das Füllchen behalten und sagte, die Ochsen hätten's gehabt, und der andere sagte, nein, seine Pferde hätten's gehabt, und es war' sein. Der Zank kam vor den König, und der tat den Ausspruch: wo das Füllen gelegen Hätte, da sollt' es bleiben, und also bekam's der Ochsenbauer, dem's doch nicht gehörte. Da ging der andere weg, weinte und lamentierte über sein Füllchen; nun hatte er so gehört, wie dass die Frau Königin so gnädig sei, weil sie auch von armen Bauersleuten gekommen wäre, ging zu ihr und bat sie, ob sie ihm nicht helfen könnte, dass er sein Füllchen wieder bekäme. Sagte sie: „Ja, wenn ihr mir versprecht, dass ihr mich nicht verraten wollt, will ich's euch sagen: Morgen früh, wenn der König auf der Wachtparade ist, so stellt euch hin mitten in die Straße, wo er vorbei kommen muss, nehmt ein großes Fischgarn, und tut als fischtet ihr, und fischt also fort und schüttet es aus, als wenn ihr's voll hättet", und sagte ihm auch, was er antworten sollte, wenn er vom König gefragt würde. Also stand der Bauer am andern Tag da, und fischte auf einem trockenen Platz; wie der König vorbei kam und das sah, schickte er seinen Läufer hin, der sollte fragen, was der närrische Mann vorhabe. Da gab er zur Antwort: „Ich fische." Fragte der Läufer, wie er fischen könnte, es wär' ja kein Wasser da. Sagte der Bauer: „So gut als zwei Ochsen können ein Füllen kriegen, so gut kann ich auch auf dem trockenen Platz fischen."

 

Da ging der Läufer hin und brachte dem König die Antwort, da ließ er den Bauer vor sich kommen, und sagte ihm, das hätte er nicht von sich, von wem er das hätte? und sollt's gleich bekennen. Der Bauer aber wollt's nicht tun, und sagte immer, Gott bewahr! er hätt' es von sich. Sie banden ihn aber auf ein Gebund Stroh, und schlugen und drangsalierten ihn so lange, bis er's bekannte, dass er's von der Frau Königin hätte. Als der König nach Haus kam, sagte er zu seiner Frau: „Warum bist du so falsch mit mir, ich will dich nicht mehr zur Gemahlin, deine Zeit ist um, geh wieder hin, woher du kommen bist, in dein Bauernhäuschen." Doch erlaubte er ihr eins: sie sollte sich das Liebste und Beste mitnehmen, was sie wüsste, und das sollte ihr Abschied sein.

 

Sie sagte: „Ja lieber Mann, wenn du's so befiehlst, will ich es auch tun", und fiel über ihn her, und küsste ihn und sprach, sie wollte Abschied von ihm nehmen. Dann ließ sie einen starken Schlaftrunk kommen, Abschied mit ihm zu trinken, der König tat einen großen Zug, sie aber trank nur ein wenig, da geriet er bald in einen tiefen Schlaf. Und als sie das sah, rief sie einen Bedienten, und nahm ein schönes weißes Linnentuch, und schlug ihn da hinein, und die Bedienten mussten ihn in einen Wagen vor der Türe tragen, und fuhr sie ihn heim in ihr Häuschen. Da legte sie ihn auf ihr Bettchen, und er schlief Tag und Nacht in einem fort, und als er aufwachte, sah er sich um und sagte: „Ach Gott! Wo bin ich denn?", rief seinen Bedienten, aber es war keiner da. Endlich kam seine Frau vors Bett und sagte: „Lieber Herr König, ihr habt mir befohlen, ich sollte das Liebste und Beste aus dem Schloss mitnehmen, nun hab' ich nichts Besseres und Lieberes als dich, da hab' ich dich mitgenommen." Der König sagte: „Liebe Frau, du sollst mein sein und ich dein", und nahm sie wieder mit ins königliche Schloss, und ließ sich aufs neue mit ihr vermählen, und werden sie ja wohl noch auf den heutigen Tag leben.
 

Mehr deutsche Märchen ...

  Allerleirauh

  Aschenputtel

  Brüderchen Schwester.

  Das arme Mädchen

  Das Lumpengesindel

  Das singende ...

  Der Froschkönig

  Tapfere Schneiderlein

  Daumesdick

  Der Arme und der Reiche

  Bauer und Teufel

  Der gute Handel

  Das goldene Schloss

  Hund und der Sperling

  Der treue Johannes

  Der Wolf sieben Geißlein

  Bremer Stadtmusikanten

  Der arme Müllerbursch

  Die drei Brüder

  Die drei Faulen

  Die drei Spinnerinnen

  Die Gänsemagd

  Die kluge Bauerntochter

  Die kluge Else

  Die sieben Raben

  Die treuen Tiere

  Die vier Brüder

  Die zwölf Brüder

  Doktor Allwissend

  Drei Männlein im Walde

  Einäuglein, Zweiäuglein

  Frieder Catherlieschen

  Fitchers Vogel

  Glücklicher Schuster

  Hänsel und Gretel

  Hund und Sperling

  Frau Holle

  Jorinde und Joringel

  König Drosselbart

  Märchen von der Unke

  Märchen von einem...

  Marienkind

 

  Rotkäppchen

  Rumpelstilzchen

  Schneewittchen

  Sterntaler

  Schneiders Daumerling

  Sterntaler

  Tod des Hühnchens

  Vom dummen Peter

  Vom Schneiderlein

  Vom Fundevogel

  Weiße schwarze Braut

  Zaunkönig und Bär


top

Märchen, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Berlin 1825 / 1843, mit angepasster Schreibweise.

 

b

 

  Startseite
   
  Deutsche Märchen
 

  Aschenputtel

  Allerleirauh

  Aschenbrödel

  Brüderchen Schwester.

  Das arme Mädchen

  Tapfere Schneiderlein

  Der gute Handel

  Des Kaisers Kleider

  Der treue Johannes

  Des Kaisers Kleider

  Wolf sieben  Geißlein

  Bremer Stadtmusikanten

  Dornröschen

  Märchen von einem...

  Fitchers Vogel

  Frau Holle

  Hänsel und Gretel

  Jorinde und Joringel

  König Drosselbart

  Rotkäppchen

  Rumpelstilzchen

  Schneewittchen

  Sterntaler

  Die Gänsemagd

  Acht Pfennige täglich

  Bruder Stiefelschmer

  Doktor Allwissend

  Schneiders Daumerling

  Das fromme Gebet

  Das kleine Männlein

  Das Liebespaar

  Das Lumpengesindel

  Der arme Müllerbursch

  Der eiserne Johann

  Der gute Kauf

  Der Mann im Pflug

  Der Müller im Himmel

  Der Schweinehirt

  Der Tannenbaum

  Der verwünschte Esel

  Die drei Spinnerinnen

  Die drei Faulen

  Die kluge Bauerntochter

  Die sieben Raben

  Die kluge Else

  Drei Männlein im Walde

  Die Siebenschläfer

  Die treuen Tiere

  Die vier Brüder

  Die zwölf Brüder

  Einäuglein, Zweiäuglein

  Fitchers Vogel

  Frieder Catherlieschen

  Gedanken erraten

  Hund und der Sperling

  Jan, der Dieb

  Klein Kerlchen

  Märchen von der Unke

  Marienkind

  Das Königskind

  Die Ordnung der Natur

  Text und Glosse

  Tod des Hühnchens

  Vom Fundevogel

  Der glückliche Schuster

  Vom Schneiderlein

  Weiße schwarze Braut

  Wer ist der Dümmste?

  Wie ein Bauer beten

  Wie viel ein Vaterunser

  Zaunkönig und Bär

   

 

Impressum